Chronik

der Freiwilligen Feuerwehr Burgbernheim - gegr. 1873

Gründung und Entwicklung

Zu allen Zeiten stand der Mensch im Kampf mit dem Feuer, dem er andererseits aber zum großen Teil die Möglichkeit seiner Existenz verdankt, denn "wohltätig ist des Feuers Macht, wenn sie der Mensch bezähmt , bewacht ....", wie schon Friedrich von Schiller in seinem berühmten "Lied von der Glocke" überzeugend darzustellen wusste. Bereits im Altertum hat es nicht an Versuchen gefehlt, der "Feuersgefahr" wirkungsvoll entgegenzutreten. Das Emporblühen des mittelalterlichen Städtewesens gab dem Feuerschutzgedanken neuen Auftrieb und die Erfindung der Feuerspritze und die Einführung des beweglichen Schlauchmaterials bedeuteten eine außerordentliche Verbesserung der bisher primitiven Löschmethoden.

So fasste am 28. Juli 1873, also vor über 135 Jahren - auch auf Forderung der königlich bayerischen Regierung in München -, der Magistrat zu Burgbernheim folgenden Beschluss:
"In Erwägung, dass eine wohlgeordnete Feuerwehr am besten geeignet ist, bei Feuersgefahr rasche und wirksame Hilfe zu leisten, auch von Seiten der vorgesetzten Behörden darauf gedrungen wird, daß in Städten und Märkten Feuerwehren errichtet werden, ferner dass in hiesiger Gemeinde sich ein solches Institut bereits Bahn gebrochen hat, aus diesen Gründen beschließt der Magistrat vorbehaltlich der Zustimmung der Gemeindebevollmächtigten:

  1. Es sei eine Freiwillige Feuerwehr in hiesiger Gemeinde zu errichten, welche den örtlichen Verhältnissenanzupassen ist, jeden überflüssigen Prunke aber vermeidet.
  2. Zur Beschaffung der nötigen Utensilien und zur Ausrüstung und Uniformierung der Feuerwehrmänner sei eine Barsumme von 500 Gulden aus Kämmereimitteln zur Verfügung zu stellen und zwar, da so viel Geld in der Kämmereikasse nicht parat liegt, durch Flüssigmachung einer Staatsobligation von 500 Gulden zu 4½ %.
  3. Die Befundierung dieses Kapitals habe zu unterbleiben, da die Gemeinde in dem Besitze einer guten Feuerwehr eine erhöhte Bürgschaft für das Leben und Eigentum der Einwohner hat, für welche das geforderte Opfer nicht zu groß ist."

Ebenso kam man überein diesen Beschluss wie folgt bekanntzumachen:

"Diejenigen Männer und Jünglinge, welche Lust haben der zu gründenden Freiwilligen Feuerwehr beizutreten, wollen sich in dieser Woche, jedenfalls aber bis kommenden Sonntag auf dem Rathause melden.
Die Bekanntmachung ist mittels Glocke auszuschelllen."

Burgbernheim, am 28. Juli 1873

Magistrat
Fluhrer, Bürgermeister

 
Auszug aus der Gründungsversammlung am 31. August 1873:
"Es wurde in heutiger Versammlung der Feuerwehrmitglieder die Einteilung der Mannschaft bekanntgegeben und sind Erinnerungen und Einwendungen hingegen nicht vorgebracht worden. Hierauf erfolgte die Wahl des Verwaltungsrats oder Ausschusses und wurden per Aklamation gewählt:

 

Die Chargierten der Freiwilligen Feuerwehr Burgbernheim 1893 1. Reihe: unbek., unbek., Hauptmann M. Kornder, 1. Vorstand Rahn, Müller, L. Fischer - 2. Reihe: unbek., unbek., U. Emmert, Riedel, unbek. - 3. Reihe unbek., unbek., J. Müller, unbek. unbek.

  1. zum Hauptmann, welcher zugleich Vorstand des Vereins ist: Herr Bürgermeister Fluhrer
  2. zum Adjutanten (Stellvertreter des Hauptmanns): Herr Georg Keller, Nagelschmiedemeister
  3. zum Kassier und Schriftführer: Herr Johann Leonhard Mahlein
  4. zum Zeugwart: Herr Georg Klenk, Zeugschmied
  5. zum Führer der Steiger-Abteilung: Herr Weinberger, Maurermeister
  6. zum Führer der Abteilung Retter: Herr Georg Seufferlein, Mechaniker
  7. zum Führer der Spritzenmannschaft: Herr Georg Settler
  8.  
  9. zum Führer der Abteilung Räumen und Schutzleute: Herr Andreas Hecht, Maurer

Die Gewählten nehmen sämtlich die Wahl an."

 

Man orientierte sich zunächst ausgiebig an den umliegenden Orten bei Übungen und ließ sich von den bereits gemachten Erfahrungen mit den Geräten und Hilfsmitteln berichten, bevor man sich zur eigenen Ausrüstung entschloss.

Vom notwendigen Sparsinn dieser Zeit zeigt, dass die Landwehrleute aufgefordert wurden, ihre eventuell noch vorhandenen Helme gegen eine vereinbarte Vergütung auf's Rathaus zu bringen. Da aber diese Aufforderung wenig Erfolg hatte, wurden vom Militärdepot Würzburg 30 ausgemusterte Helme angefordert, die vom Flaschner Emmert hergerichtet werden sollten. Nachdem nur "für 10 Mann und 1 Offizier" eine vollständige Ausrüstung angeschafft wurde, mussten viele das Risiko eingehen, ihre eigenen Kleidung zu tragen. (Man stelle sich vor, dass zu jener Zeit ein Familienvater nur über eine Sonntags- und eine Werktagshose verfügte). Damit nicht genug, waren auch gesundheitliche Schäden der Feuerwehrleute lange Zeit nicht gedeckt, bis man sich zur Gründung einer entsprechenden Versicherung der Mitglieder der Feuerwehren entschloss. Dies geschah aber erst am 01. Juli 1928.

Die Freiwillige Feuerwehr und ihre bewaffneten Schutzleute vor dem Anwesen Fischer am MarktplatzDie Alarmierung erfolgte durch die "Sturmglocke" vom Glöckner.

Zur Beförderung der Einsatzmittel wurden Spann- und Handdienste mit Pferd und Wagen eingerichtet, die entsprechend vergütet wurden. Die Tore zu diesen Höfen mussten Tag und Nacht freigehalten werden und erhielten besondere Hinweistafeln.

Als Melder wurden Reiter eingesetzt, weil es keine andere schnell Informationsmöglichkeit gab. So soll es aber auch vorgekommen sein, dass ein Reiter, der zwar losgeritten war, an Ort und Stelle nicht wusste, wo und wem er seine Meldung abliefern sollte.

 

I. Weltkrieg

Wenig Unterlagen gibt es von der Freiwilligen Feuerwehr zu Zeiten des I. Weltkriegs 1914. Die Gemeinde hatte 1.615 Einwohner und 154 Mitglieder die Freiwillige Feuerwehr. Zu dieser Zeit wurde noch mit Hanfschläuchen gearbeitet, die trotz Pflege schnell unbrauchbar wurden, wie man aus immerwährenden Berichten und Anträgen auf "Zuschuss zur Anschaffung von Hanfschläuchen" ersehen kann.

Leider konnte denen aber nicht immer entsprochen werden: "..., da zur Zeit eine sehr hohe Preissteigerung beseht, wird die Anschaffung auf spätere Zeit zurückgestellt. Es wollen deshalb die ruinösen Schläuche noch etwas repariert werden." (Notiz Magistrat 4.II.1915).

Der Weltkrieg von 1914 bis 1918 hatte große Lücken auch bei der Freiwilligen Feuerwehr durch die Einberufungen, Gefallenen und Kriegsinvaliden hinterlassen. Es muss wohl größere Schwierigkeiten bei der Uniformierung gegeben haben, wie aus einem Schreiben des Bezirksamtes vom 27. August 1921 "betr.: Pflichtfeuerwehrdienst der Kriegsbeschädigten" zu entnehmen ist. Dort liest man: "Eine Kriegsbeschädigung bedingt nicht ohne weiteres die Befreiung von der Feuerwehrdienstpflicht." Weiterhin: "Hierüber haben, nötigenfalls an der Hand ärztlichen Gutachten, die Behörden zu befinden, denen nach den Feuerlöschordnungen die Entscheidung über die Feuerwehrdienstpflicht obliegt.

 

II. Weltkrieg

Die Akten bis 1938 - also seit der Machtübernahme 1933 durch Adolf Hitler - sind dürftig. Erst vom 28. März 1938 findet sich eine Abschrift: Der Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei im Reichsministerium des Innern, 0-Kdo.F(1)100 Nr. 5/38: als Schnellbrief - der eindeutig die radikale Organisation und Befehlserteilung der Regierung bis in die kleinsten Einheiten und Ortschaften darlegt. "Daraufhin haben sich die Mitglieder der Feuerwehren an Wahlversammlungen geschlossen in Uniform zu beteiligen. Der örtlichen Propagandaabteilung der Partei sind auf Anfordern, soweit es die Alarmbereitschaft zulässt, mechanische Leitern zur Anbringung von Transparenten und Ausschmückungen zur Verfügung zu stellen. Propagandamaterial wird den Landes- und Provinzial- Feuerwehrverbänden durch das Amt für Freiwillige Feuerwehren zugeleitet.

Gruppenbild 1935Bis zum Jahr des Kriegsausbruchs finden sich kaum Akten.

Mit Kriegsausbruch wurden einige Feuerwehrkameraden namentlich der Motorspritze zugeteilt. Diese Einteilung galt als Pflichteinteilung und war deshalb unbedingt Folge zu leisten. Nichtbefolgen wurde nach den Gesetzen bestraft.

Auszurücken war in Zukunft bei jeder Übung, die als Pflichtübungen galten. Ferner bei Feuer und Fliegeralarm hatten sich alle auf schnellsten Wege zum Spritzenhaus zu begeben.

Dagegen aber heißt es in einem Schreiben des Landrats Uffenheim vom 30. Mai 1940: "Aufgrund einer Entschließung des Staatsministeriums des Innern vom 20. Mai 1940 Nr. 3744663 gebe ich bekannt: Es muss verhindert werden, dass sich Personen zum Dienst der Freiwilligen Feuerwehr melden, um dadurch der Heranziehung zur Ausbildung in den SA-Wehrmannschaften zu entgehen. Die Gemeinden werden daher angewiesen, den örtlich zuständigen Führern der SA-Wehrmannschaften auf Ersuchen durch Gewährung von Einsicht in die Beitragshebelisten und Namenskarteien der Freiwillige Feuerwehren Kenntnis über die aktiv im Feuerwehrdienst stehenden Wehrangehörigen zu geben. - Von einer Veröffentlichung dieser Weisung ist abzusehen.

Am 23. November 1943 schrieb der Bürgermeister an der Turnvereinsvorstand und die örtliche BDM-Führerin (BDM=Bund Deutsche Mädel) "durch die fortgesetzte Einberufung der wehrfähigen Männer zur Dienstleistung in der Wehrmacht zeigt sich die Notwendigkeit, 2 Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr mit jungen kräftigen Mädchen bzw. Frauen zu bilden. Ich ersuche Sie im gegenseitigen Einvernehmen mir binnen 8 Tagen für die beiden Löschgruppen die in Frage kommenden tauglichen und beruflich abkömmlichen Frauen bzw. Mädchen vorzuschlagen. Mit der Ausbildung wird alsbald begonnen werden.

Am 10. August 1940 wurden Bezugsscheine für 20 Damentrainingshosen als Beinkleidung für die weibliche Feuerwehr beantragt, Helme und Blusen mussten aus dem Bestand der Freiwilligen Feuerwehr gestellt werden.

1945 - der II. Weltkrieg war zu Ende. Die Amerikanische Militärregierung hatte die Verfügungsrechte übernommen, ordnete die Aufstellung von Feuerwehren an und erließ am 09. Juni 1945 folgende Anweisung für die Feuerwehr über den Landrat:

  1. Es dürfen Helme von Leder und Stahl ohne Abzeichen getragen werden.
  2. Das von Ihnen verwendete Signal wollen Sie mir angeben, weil ich es der amerikanischen Militärregierung mitteilen muss.
  3. Es ist in der Sperrzeit bei Aubsbruch eines Brandes kein Pass erforderlich.

 

Obwohl diesem Zeitpunkt die Bereitschaft zu einer freiwilligen Tätigkeit auf dem Nullpunkt war, fanden sich Männer in genügender Anzahl, die sich bereiterklärten, der Freiwilligen Feuerwehr beizutreten. 

An Gerät war noch vorhanden:

  • 1 Motorspritze, Fabr. Paul Ludwig, Baujahr 1934
  • 1 Motorspritze, Fabr. Balke, Baujahr 1944
  • 2 Fahrbare Leitern
  • 2 Handdruckspritzen
  • 1 Hydrophor

 

Schwierig war es mit der Uniformierung. Zum Teil hatten die Angehörigen der Feuerwehrmänner, die bei der Kapitulation fast alle in Gefangenschaft gerieten, bei der von der Besatzungsmacht angeordneten Uniformablieferung auch die von der Feuerwehr auf einen großen Haufen geworfen. Was noch aufzufinden war, wurde gesammelt und die Gemeinde beschaffte eine Anzahl neuer Uniformröcke. Helme waren zum Teil von der Wehrmacht und dem Luftschutz in genügender Zahl aufzutreiben.

Somit war die Freiwillige Feuerwehr wieder gegründet.

 

Die 50er-Jahre

Mit der Wasserversorgung sah es zu diesem Zeitpunkt sehr schlecht aus. Jedoch wurde durch den Bau einer Wasserleitung im Jahre 1950 diese "Not" beseitigt, ebenso einige Jahre später im Ortsteil Hochbach, als dieser an die Fernwasserversorgung angeschlossen wurde.

Auch in Hochbach bestand immer eine Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr, die mit einer kleinen Handruckspritze ausgerüstet, einige Entstehungsbrände wirksam bekämpfen und größeren Schaden konnte.

Mit Schreiben vom 26. Februar 1958 wurde die Freiwillige Feuerwehr durch die Stadt aufgefordert, der Wehr wieder den Status eines Vereins zu geben, wie dies seit alters her der Fall war. Dieser Aufforderung wurde bei einer Generalversammlung Folge geleistet.

1958 wurde die altersschwache Tragkraftspritze TS 8/8 Paul Ludwig durch eine neue TS 8/8 Magirus ersetzt.

Ein Jahr später wurde eine elektrische Sirene auf dem Rathausturm installiert, dadurch wurden die Feuermeldestellen mit den Hornisten überflüssig.

 

Die 60er-Jahre

Fahrzeugübergabe LF 15 am MarktplatzIm Jahre 1964 erhielt die Burgbernheimer Wehr ein Tragkraftspritzenfahrzeug. Endlich war man nicht mehr abhängig von privaten Beförderungs-Fahrzeugen.

1965 hat die Maschinenfabrik Schmotzer Bad Windsheim ihr übrig gewordenes Löschgruppenfahrzeug LF 15 (Baujahr 1937) der Freiwilligen Feuerwehr Burgbernheim überlassen. Mit großem "Trara" wurde die Übergabe vollzogen. Leider zeigte sich bald, dass Auto die Erwartungen nicht erfüllte und wurde 1969 wieder ausgemustert.

 

 

Übergabe TS 8/8Übergabe TS 8/8Die Stadt beschaffte dafür eine neue Tragkraftspritze TS 8/8 Fabrikat Ziegler, welche auf ein vorhandenes Fahrgestell aufgebaut wurde.

Von Seiten des Landrates und des Kreisbrandrates wird seit Mitte der 60er Jahren immer wieder die Forderung erhoben, Burgbernheim mit einem größeren Löschfahrzeug auszustatten - aber ohne den Neubau eines Gerätehauses ist dies nicht möglich. Einen Platz hierfür hat die Stadt, aus Mitteln der Feuerschutzabgabe, erworben - aber mangels "Masse" wurde der Neubau nicht erstellt. Es sollte noch ein weiter Weg bis zur Verwirklichung dieses Projektes werden.

 

Die 80er-Jahre

Um die Alarmierung zu verbessern, wurden 1981 einige Funkmeldeempfänger, eine Funksirenensteuerung und für das TSF eine Funkausrüstung beschafft. In diesem Jahr begann man auch erstmals einen Faschingsball in der Roßmühle abzuhalten.

Altes Gerätehaus, Obere RathausgasseIm Jahr 1983 wurde die Planung für das neue Feuerwehrgerätehaus abgeschlossen. Als Standort wurde die alte Schäferei neben der Herrenscheune ausgewählt. Um dafür Platz zu schaffen, begannen ein Jahr später Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in zahlreichen Arbeitsstunden die Schäferei abzureißen. Somit stand dem Neubau nichts mehr im Wege.

Grundsteinlegung an der Rothenburger Straße 1984Nach der Grundsteinlegung 1984, konnte endlich am 21. September 1985 der langersehnte Neubau offiziell eingeweiht werden. Im gleichen Jahr beschloss der Burgbernheimer Stadtrat den Kauf eines Löschgruppenfahrzeuges LF 16.

 

 

 

Fahrzeugübergabe LF16Wegen der Fahrzeugbeschaffung, stand das Jahr 1986 ganz im Zeichen der Ausbildung. So wurden neben Atemschutzausbildungen auch Fahrzeugmaschinisten- und Technische Hilfeleistungs-Lehrgänge besucht. Das Löschfahrzeug wurde am 04. Dezember vom Hersteller abgeholt und im Mai des darauffolgenden Jahres offiziell in Dienst gestellt. Kurz darauf wurde die Ausrüstung mit der Beschaffung eines Rettungssatzes komplettiert.

1987 unternahm man den ersten Feuerwehrausflug, ein Ereignis, das bis heute fester Bestandteil des regen Vereinslebens ist. Ebenso das Burgbernheimer Kinderferienprogramm, bei dem man sich 1988 erstmals beteiligte.

Die 90er-Jahre

Das "alte" Tragkraftspritzenfahrzeug musste 1995 wegen TÜV-Auflagen und technischen Mängeln, aus dem Verkehr genommen werden.

Florian Burgbernheim 80/1Um aber wenigstens die Feuerwehrleute zur Einsatzstelle bringen zu können, stellte der Landkreis Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim der Burgbernheimer Wehr ein Transportfahrzeug zur Verfügung. In zahlreichen Stunden bauten einige Kameraden das Auto um und richteten es für den Feuerwehrdienst her.

 

 

 

Die neu gegründete JugendfeuerwehrUm auch in Zukunft keine Nachwuchssorgen zu haben, wurde im Herbst 1996 eine Jugendgruppe gegründet.
Bild: 1. Reihe v. links: Uwe Baumann, Bernd Engelhardt, Markus Hufnagel, Stefan Moll, Michael Krug, Manuel Pfeiffer, Andreas Gundel, Marco Schrödl - 2 Reihe: Jan Angermann, Thomas Fischer, Marco Musch, Martin Schwarz, Christoph Birngruber

Nach langjährigen Forderungen von Regierung, Landkreis und Kreisbrandrat, fasste der Burgbernheimer Stadtrat Ende 1997 einen Grundsatzbeschluss, ein weiteres Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 zu beschaffen.

 

125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Burgbernheim1998 wurde das 125-jährige Gründungsfest gebührend gefeiert. Nach dem festlichen Kommersabend in der historischen Roßmühle, folgte eine Woche später das Festzelt auf dem Kapellenberg mit dem bunten Festumzug am Sonntag als Höhepunkt.
Bild: 1. Reihe v. links: G. Kallert, M. Schrödl, V. Prehmus, D. Kallert, S. Kachelrieß, A. Schwarz, H. Michel, W. Obermeier, W. Staudinger - 2. Reihe: S. Schwarz, G. Fluhrer, U. Fluhrer, M. Obermeier, B. Engelhardt, J. Wattenbach, J. Pfund, U. Baumann, B. Fluhrer, A. Krause - 3. Reihe: E. Fluhrer, G. Pfund, G. Stahl, D. Popp, J. Rösch, G. Amico, G. Leidig, M. Völler, M. Strauß - 4. Reihe: U. Thürauf, J. Eßel, Ch. Stauß, R. Oeser, W. Deeg, M. Schwarz, T. Schöller, T. Schelter, U. Ott, G. Henninger - 5. Reihe: G. Himmler, W. Pfund, H. Wiesinger, W. Wißmeier, H. Serby, J. Müller, F. Leidenberger, G. Keller

 

2000-2010

Florian Burgbernheim 40/1Im Februar 2001 war es dann endlich soweit. Das langersehnte Löschgruppenfahrzeug LF16/12 wurde beim Hersteller abgeholt und in Dienst gestellt.

 

 

 

Florian Burgbernheim 14/1Bereits ein Jahr später kam ein weiteres Einsatzfahrzeug hinzu. Durch Spenden finanziert wurde ein gebrauchter VW-T4 gekauft und in Eigenregie zum Mannschaftstransportwagen umgebaut. Bereits Anfang der 90er Jahre stellte die Burgbernheimer Wehr einen Antrag auf Beschaffung eines Mehrzweckfahrzeuges. Dieser wurde vom Stadtrat auch beschlossen, doch es gab zum damaligen Zeitpunkt keinen Zuschuss, da zuerst ein weiteres Löschgruppenfahrzeug anzuschaffen war. Mit Beschaffung des LF 16/12 im Jahre 2001 waren aber die finanziellen Mittel der Stadt ausgereizt und so machte sich die Feuerwehr rechtzeitig Gedanken, das gewünschte - aber auch von den Behörden schon lange geforderte - Fahrzeug selbst zu finanzieren.

Modell Burgbernheim 2005Neue Schutzkleidung beschaffte die Stadt Burgbernheim hat für ihre Feuerwehrfrauen und -männer 2006. Der Hersteller entwickelte ein Jahr zuvor einen Schutzanzug gemäß den Vorgaben der Feuerwehr Burgbernheim, weshalb er das Modell "Burgbernheim 2005" taufte, Ein wesentliches Merkmal ist die bessere Auffälligkeit bei Einsätzen besonders im Straßenverkehr.

Im April 2006 gegründete sich der "Förderverein Freiwillige Feuerwehr Burgbernheim e. V.". Er hat sich zur Aufgabe gemacht in der Bevölkerung und bei den Firmen Fördermitglieder zu werben bzw. Spenden zu sammeln, um damit die Freiwillige Feuerwehr Burgbernheim unterstützen zu können. Vereinszweck ist die Förderung des Feuerschutzes in Burgbernheim insbesondere in den Bereichen Jugendarbeit, Brandschutzerziehung, Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliederwerbung, Aus- und Weiterbildung, sowie Beschaffung von Ausrüstung und Gerät soweit es nicht die Pflichtaufgabe der Stadt gem. Bayer. Feuerwehrgesetz betrifft.

Florian Burgbernheim 11/1Mittlerweile ist der Mannschaftstransportwagen in die Jahre gekommen und mit mehr als 280.000 km nicht mehr einsatztauglich. Im April 2007 beschloss der Stadtrat deshalb, dafür ein neues Mehrzweckfahrzeug zu beschaffen. Die Auslieferung erfolgte im Mai 2008.

Florian Burgbernheim 65/1Schon zwei Jahre nach seiner Gründung konnte der Feuerwehr-Förderverein die erste größere Anschaffung tätigen. Das erste Kleinalarmfahrzeug (KLAF) im Landkreis Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim ersetzte das bisherige Transportfahrzeug (Florian Burgbernheim 80/1). Finanziert wurde das Fahrzeug ausschließlich durch Spenden und Förderbeiträge. Das mittlerweile 3 Jahre alte Fahrgestell lief bereits bei der Werkfeuerwehr VW in Wolfsburg und wurde gebraucht gekauft. Der Kofferaufbau ist neu und wurde nach den Vorstellungen der Wehr gebaut.

 

ab 2011

Verkerssicherungsanhänger (VSA)Da die Feuerwehr Burgbernheim auch immer wieder zu Einsätzen auf die nahegelegene Bundesautobahn A7 alarmiert wird, wurde durch den Landkreis Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim ein Verkehrssicherungsanhänger (VSA) in Burgbernheim stationiert.

In der März-Sitzung 2016 beschloss der Burgbernheimer Stadtrat das mittlerweile über 30 Jahre alte Löschfahrzeug LF 16 durch ein Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) zu ersetzen.

 

Seit mehr als 140 Jahren stehen nun Feuerwehrmänner und -frauen, freiwillig, zum selbstlosen Dienst am Nächsten bereit. Sie bewältigen große und nicht immer leichte Aufgaben im Interesse und aus Liebe zu ihrer Heimatstadt und allen Mitbürgern in Stadt und Land. Mögen diese Zeilen dazu beitragen, dass heranwachsende Generationen genügend Idealismus und Verantwortung mitbringen, um im Sinne ihrer Vorfahren und getreu dem Wahlspruch:

"Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr"

den Fortbestand der Wehr zu sichern.