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Alarm-Übung zur
Feuerwehr-Aktionswoche: "Brand im
Raiffeisen-Lagerhaus"
(Donnerstag, 22.09.2011)
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Am Donnerstagabend
schrillten in Ottenhofen, Marktbergel und
Burgbernheim die Sirenen. Die Leitstelle in Ansbach
hatte Alarm ausgelöst, nachdem dort die
brisante Meldung eingegangen war, in Ottenhofen
nahe des Bahnhofes brenne das Raiffeisen-Lagerhaus.
Während die Meisten nach dem letzten
Sirenenton ihrer abendlichen Beschäftigung
wieder ungestört nachgingen, ließen rund
35 Wehrmänner an den drei Standorten sogleich
alles liegen und stehen und eilten zu den
Feuerwehrhäusern. Wie sich herausstellte,
handelte es sich glücklicherweise "nur" um
einen Übungsalarm im Rahmen der unter dem
Motto "Stell dir vor, es brennt und keiner
löscht!" stehenden Brandschutzwoche
2011.
Der über Funk
verbreiteten Erstmeldung war zu entnehmen, dass
starker Rauch aus dem Gebäude dringt, mit
Gefahrstoffen zu rechnen ist und darüber
hinaus Personen als vermisst gelten. Schon bei der
Anfahrt wurden die anrückenden Mannschaften
von der Einsatzleitung entsprechend ihrem
Ausbildungs- und Ausrüstungstand eingeteilt,
um schnellstmöglich eine effektive
Brandbekämpfung und Personenrettung zu
gewährleisten.
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Vor Ort wurde dann
keine Zeit verschenkt: Während die
Ottenhöfer Wehr unter Führung des
Kommandanten Rainer Meder im Heimspiel ihre
Ortskenntnis nutzte und in Windeseile von einem
Unterflurhydranten aus eine Löschwasserleitung
aufbaute, bereiteten sich die Bergeler
Wehrmänner unter Leitung von
Gruppenführer Michael Wittmann wenige
Augenblicke später auf ein Vordringen in das
Gebäude mit schwerem Atemschutz vor. Die
gleiche Schutzausrüstung legte eine weitere
Gruppe aus Burgbernheim an, zudem wurde ein erster
Erkundungstrupp auf den Weg geschickt. Zeitgleich
konzentrierte sich die Burgbernheimer Feuerwehr auf
die Bergung der in der Halle gelagerten
Gefahrstoffe: Markus Kohler und Jan Angermann
zwängten sich hierzu in grüne
Chemikalienschutzanzüge, über die die
Wehr Dank einer großzügigen Spende eines
Burgbernheimer Betriebes verfügt. Hier hatte
Gruppenführer Markus Hufnagel ein
verantwortliches Auge auf das Geschehen und die
ordnungsgemäße Handhabung der
Einsatzmittel. Nachdem sich die Einsatzkräfte
von zwei Seiten aus Zugang zur Halle verschafft
hatten, sahen sie sich angesichts des dichten und
beißenden Rauches mit äußerst
schlechten Sichtverhältnissen
konfrontiert.
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Dennoch
rückten sie zügig und konzentriert in dem
unbekannten Terrain vor und konnten
schließlich die beiden vermissten
Firmenmitarbeiter in Sicherheit bringen und dem
Rettungsdienst übergeben. Während dessen
wurde auch das geborstene Chemikalienfass ins Freie
gebracht, so dass keine weitere Gefahr mehr
bestand. Den festgestellten Schwelbrand erstickten
die Wehrmänner schließlich mit Schaum,
da die ursprünglich geplante Verwendung von
Wasser aufgrund möglicher Reaktionen der
Gefahrstoffe nicht mehr in Frage kam. Die von
einigen interessierten Zaungästen verfolgte
Großübung unterstrich eindrucksvoll die
Bedeutung regelmäßigen gemeinsamen
Trainings. Entsprechend positiv fiel das
Resümee der Einsatzbeobachter
Kreisbrandmeister Marco Schrödl sowie der
Kommandanten Volker Prehmus, Dietmar Bauerfeind und
Werner Sandmann aus. Aus den Erfahrungen
profitieren schließlich alle Seiten
hieß es unisono - seien es die Wehren durch
erprobtes Zusammenspiel oder betroffene Bürger
im hoffentlich nie eintreffenden
Ernstfall.
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Text und
Fotos: Stefan Schuster
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